Der Gaming-Industrie geht’s mal wieder blendend – also, wenn man massenhafte Entlassungen und Studio-Schließungen als positives Zeichen für kreativen Fortschritt sieht. Diesmal hat es Ballistic Moon erwischt, das Studio hinter dem kommenden Until Dawn-Remake. Laut Insider Gaming ist das Team inzwischen „effektiv geschlossen“ – sprich: Es gibt noch ein paar Leute, aber wirklich was entwickeln tun die nicht mehr.
Wie es dazu kam – ein langsames Ende
Schon im September letzten Jahres mussten rund 40 Mitarbeitende das Studio verlassen. Die restliche Belegschaft wurde lediglich noch für Post-Launch-Support von Until Dawn gehalten. Doch im Dezember folgte dann die nächste Entlassungswelle, bei der weitere 20 Entwickler:innen gehen mussten.
Und jetzt? PR, Marketing und Entwicklung sind komplett weg. Die einzigen, die noch da sind, sind die Gründer und vielleicht eine Handvoll Leute. Klingt nicht gerade nach einem Studio, das noch groß Projekte stemmen kann.
Falls du auf zukünftige Updates für das Until Dawn-Remake hoffst – schlechte Nachrichten. Laut Insider Gaming berichten Spieler:innen bereits über Bugs, aber es gibt schlichtweg niemanden mehr, der sich um Fixes kümmert. Es wurde zwar wohl mal intern diskutiert, ob Sony hier einspringt, aber offenbar wurde nichts daraus. Bedeutet: Was im Spiel kaputt ist, bleibt kaputt.
Kein Geld, kein Publisher, keine Zukunft
Laut Quellen haben die Studio-Besitzer versucht, neue Projekte zu pitchen und frische Finanzierung zu sichern. Leider ohne Erfolg. Und wenn niemand investiert, gibt’s eben auch keinen Spielraum für eine Rettung.
Offiziell gibt’s kein Statement von Ballistic Moon, aber realistisch gesehen ist das Studio nur noch auf dem Papier existent. Sie arbeiten an nichts Neuem und haben keinerlei Patch-Support für ihr einziges großes Projekt.
Das größere Bild: Studios fallen reihenweise
Ballistic Moon ist nur das nächste Opfer in einer langen Reihe von Schließungen. Im Februar gab es schon Entlassungen bei BioWare, um sich auf das nächste Mass Effect zu „fokussieren“ (sprich: Kosten sparen). Auch das australische VR-Studio Toast Interactive hat im selben Monat dicht gemacht.
Die traurige Realität: Das hier wird nicht das letzte Studio sein, das es erwischt. Die Gaming-Branche befindet sich mitten in einem massiven Umbruch, und jeden Monat scheint es neue Entlassungswellen zu geben.
Hoffentlich finden die ehemaligen Entwickler von Ballistic Moon schnell neue Jobs – denn die Branche braucht kreative Köpfe, nicht noch mehr tote Studios.