Atomfall ist ein postapokalyptisches Survival-Rollenspiel des britischen Entwicklers Rebellion, das am 27. März 2025 für PC, PlayStation und Xbox erschienen ist. Das Spiel entführt die Spieler in ein alternatives England der 1960er Jahre, in dem eine verschärfte Version des Windscale-Atomunfalls von 1957 zu einer großflächigen Katastrophe geführt hat. Als namenloser Protagonist mit Amnesie erkundet man eine unter Quarantäne stehende Region in Nordengland, die von maskierten Gesetzlosen, fanatischen Kultisten und mutierten Kreaturen bevölkert wird.

Spielwelt und Atmosphäre
Die Spielwelt von Atomfall besticht durch ihre detailreiche und authentische Darstellung der englischen Landschaft. Die Entwickler haben es geschafft, eine dichte, bedrohliche Atmosphäre zu schaffen, die den Spieler konstant in Spannung hält. Die Kombination aus idyllischen Dörfern und der allgegenwärtigen Gefahr durch Strahlung und feindselige Bewohner erzeugt ein einzigartiges Spielerlebnis.
Die offene Welt von Atomfall ist ein riesiges Areal voller Ruinen, verlassener Dörfer und militärischer Sperrzonen. An jeder Ecke lauern Gefahren, sei es in Form von marodierenden Banden, radioaktiven Hotspots oder mutierten Kreaturen. Dabei setzt das Spiel auf ein cleveres Leveldesign, das organisch wirkt und zum Erkunden einlädt. Besonders gelungen sind die vielen Umwelträtsel: Türen, die nur durch geschicktes Manövrieren geöffnet werden können, oder verlassene Häuser, in denen kleine Details Hinweise auf verborgene Schätze oder Gefahren geben.

Spielmechanik und Gameplay
Atomfall legt großen Wert auf Erkundung und Spielerfreiheit. Anstatt den Spieler durch klare Questmarker zu führen, ermutigt das Spiel zur eigenständigen Erforschung der Umgebung und zum Entdecken von Hinweisen, um die Hintergründe der Katastrophe aufzudecken. Dieses Design fördert Neugier und belohnt aufmerksames Spielen.
Ganz Survival Like sind auch die Kämpfe, man hat verschieden Optionen an einem Kampf ranzugehen sei es Aggresiv voll rein oder lieber versuchen heimlich die Gegner auszuschalten. Entweder im Nahmapf oder doch lieber im Fernkampf mit der auswahl beliebiger Schusswafen, man hat also reichlich Optionen so einen Kampf zu bestreiten.

Grafik und Design
Die grafische Darstellung von Atomfall schafft es, eine dichte und atmosphärische Welt zu bieten, die den postapokalyptischen Horror mit typisch britischer Tristesse verbindet. Die Landschaften sind detailreich gestaltet, mit heruntergekommenen Dörfern, verlassenen Industrieanlagen und weiten Feldern, die von der Strahlung gezeichnet sind.
Die Farbpalette ist überwiegend düster und erdig, was die bedrückende Stimmung der Welt unterstreicht. Besonders gut getroffen sind die Beleuchtungseffekte, die in Innenräumen für eine beklemmende Atmosphäre sorgen.
Allerdings gibt es auch Schwächen. Während die Umgebungen sehr stimmungsvoll gestaltet sind, wirken einige Charaktermodelle und Animationen etwas steif. Zudem leidet die Kantenglättung, wodurch feine Details an Objekten und Vegetation gelegentlich flimmern.
Ressourcen und Craften
Wie es sich für ein Survival-RPG gehört, spielt Ressourcenmanagement eine große Rolle. Der Spieler muss Nahrung, Medizin und Munition sorgfältig einteilen, um zu überleben. Zudem gibt es ein Crafting-System, das es ermöglicht, improvisierte Waffen, Schutzkleidung und Medikamente herzustellen. Besonders das Strahlungssystem ist beeindruckend umgesetzt: Wer sich zu lange in kontaminierten Gebieten aufhält, muss sich auf gesundheitliche Folgen einstellen – ein Aspekt, der das Spiel besonders herausfordernd macht.
Selbst fürs Erkunden gibt es Optionen Hilfe zu bekommen seis durch NPC die dir Interessante Orte nennen oder ein Metaldetektor der Hinweis darauf git wenn etwas in der Nähe vergraben liegt. Das sind meist kleine Metalbüchsen die auch zu den Sammelbaren gegenständen in Atomfall gehören.
Nebenquest und Sammelgegenstände
Neben der Hauptgeschichte bietet Atomfall eine Vielzahl von Nebenquests, die oft tiefgründige Geschichten erzählen. Einige dieser Nebenmissionen haben emotionale Tiefe, andere wiederum bringen spannende Belohnungen oder wertvolle Hinweise zur Hauptstory. Das Spiel enthält zudem zahlreiche Sammelobjekte, darunter alte Dokumente, geheime Tonbänder und versteckte Artefakte, die die Hintergrundgeschichte der Spielwelt weiter ausbauen.

Fraktionen und NPCs
Eine der größten Stärken von Atomfall ist die Interaktion mit den verschiedenen Fraktionen. Jede Gruppe verfolgt eigene Ziele und Ideologien, was zu spannenden Konflikten führt. Der Spieler kann sich mit bestimmten Fraktionen verbünden oder gegen sie arbeiten – was sich auf spätere Ereignisse auswirkt.
Zu den wichtigsten Fraktionen gehören:
- Die Regierungstruppen – Offiziell für Ordnung zuständig, doch mit eigenen dunklen Geheimnissen.
- Die Kultisten – Eine fanatische Sekte, die die Katastrophe als göttliches Zeichen interpretiert.
- Die Gesetzlosen – Marodierende Banden, die sich gegenseitig bekämpfen und Jagd auf Fremde machen.
- Die Überlebenden – Neutrale NPCs, die oft auf Hilfe angewiesen sind, aber auch eigene Agenden verfolgen.
Die Charaktere sind gut geschrieben und besitzen individuelle Persönlichkeiten, was die Interaktionen mit ihnen glaubwürdig macht. Viele Nebenquests sind emotional packend und erzählen bewegende Geschichten über Menschen, die in einer zerstörten Welt ums Überleben kämpfen.

Performance und Bugs
Während das Spiel auf modernen Systemen gut läuft, gibt es gelegentlich kleinere Bugs, wie feststeckende NPCs oder Clipping-Probleme. Größere Abstürze oder schwerwiegende technische Fehler sind jedoch selten, und die Entwickler haben bereits mehrere Updates angekündigt, um die Stabilität weiter zu verbessern.
Allerdings gibt es Berichte über plötzliche Frame-Drops in bestimmten Gebieten, Probleme mit der Kollisionsabfrage und gelegentliche Physik-Fehler, die zu skurrilen Momenten führen. Auch die Ladezeiten sind auf Konsolen leicht erhöht. Spieler haben zudem über Synchronisationsfehler bei der Sprachausgabe berichtet. Dennoch scheinen diese Probleme nicht gravierend genug zu sein, um das Spiel unspielbar zu machen, und es ist zu erwarten, dass weitere Patches viele dieser Probleme beheben werden.

Über den Trailer könnt Ihr euch einen Einblick verschaffen
Langzeitmotivation und zukünftige Inhalte
ank der offenen Spielwelt, der zahlreichen Nebenquests und der Entscheidungsmöglichkeiten bietet Atomfall viel Wiederspielwert. Spieler können verschiedene Pfade ausprobieren und alternative Enden entdecken.
Zusätzlich gibt es versteckte Geheimnisse und Easter Eggs, die Spieler dazu motivieren, die Welt gründlich zu erforschen. Manche Gebiete sind nur durch bestimmte Entscheidungen oder Fähigkeiten zugänglich, was dazu anregt, das Spiel mehrfach zu spielen.
Für Langzeitspieler gibt es Herausforderungen in Form von Überlebensmodi oder optionalen Hardcore-Modi, die das Gameplay noch intensiver machen. Zudem sind PvE- oder Koop-Modi denkbar, bei denen Spieler gemeinsam gegen die Gefahren der radioaktiven Ödnis antreten könnten.
Es gibt Gerüchte über mögliche DLCs oder Erweiterungen, die neue Gebiete, Fraktionen oder sogar alternative Storylines hinzufügen könnten. Die Entwickler haben angedeutet, dass sie langfristige Unterstützung für das Spiel planen, was die Lebensdauer von Atomfall weiter verlängern könnte.