Weißt du noch, als neue Studios gegründet wurden und man dachte: „Nice, das könnte richtig geil werden!“? Tja, diese Zeiten sind wohl vorbei. Statt frischer Games gibt’s aktuell nur Hiobsbotschaften: Entwickler fliegen reihenweise raus, Studios werden abgewickelt, und Konzerne wie Microsoft oder Ubisoft verhalten sich wie Spieler, die ihre ganze Party im letzten Bossfight opfern – Hauptsache, die Zahlen auf dem Papier stimmen.
Warum geht’s gerade überall bergab?
Kurz gesagt: Gier, Fehleinschätzungen und der übliche Konzern-Blödsinn. Während der Pandemie hat die Gaming-Industrie ordentlich Cash gescheffelt – alle saßen zu Hause und haben gezockt. Also haben die Publisher wild expandiert, Studios aufgekauft wie Lootboxen, sich gegenseitig überboten und riesige Teams aufgebaut. Und jetzt? Jetzt, wo die Kohle nicht mehr ganz so sprudelt, wird panisch der Rotstift gezückt. Die Aktionäre wollen weiter ihre Boni, also müssen die Studios dran glauben. Logik? Egal.
Und dann gibt’s noch den Mega-Trend der letzten Jahre: Firmenkonsolidierung. Microsoft, Embracer und Co. haben Studios wie Pokémon gesammelt, nur um dann festzustellen, dass man vielleicht nicht 20 Teams für dasselbe Genre braucht. Also wird ausgedünnt – und das bedeutet meistens: Adieu, kreative Projekte, hallo Einheitsbrei.
Was heißt das Game Over für uns Gamer?
Ziemlich genau das, was du befürchtest: weniger spannende neue Ideen, mehr generische Blockbuster, die safe Profit abwerfen. Klar, die nächsten „Call of Duty“- und „EA Sports FC“-Teile werden weiter jährlich rausgekotzt, aber was ist mit den Experimenten, den coolen Indie-Projekten, den verrückten Ideen, die Gaming mal so spannend gemacht haben?
Dazu kommt der ganz persönliche Schmerz, wenn Studios geschlossen werden, die einem am Herzen lagen. Du hast auf einen Nachfolger von deinem Lieblingsspiel gehofft? Tja, dumm gelaufen, das Team wurde entlassen und das Franchise liegt jetzt irgendwo in der IP-Hölle neben Half-Life 3 und Scalebound. Es fühlt sich an, als würde man ein episches RPG spielen und der NPC, der dir die wichtigste Quest gegeben hat, wird plötzlich per Patch aus dem Game entfernt. Einfach weg.
Was können wir tun?
Leider gibt’s für dieses Desaster keinen Cheat-Code. Aber wir haben ein paar Möglichkeiten:
- Kauft bewusst: Unterstützt Studios, die was Neues probieren, anstatt nur den nächsten generischen Open-World-Cashgrab.
- Nervt die Publisher: Shitstorms und Community-Druck sind oft das Einzige, worauf die da oben reagieren.
- Supportet Entwickler direkt: Kickstarter, Patreon oder Early-Access sind oft der letzte Rettungsanker für kreative Games, die sonst untergehen würden.
Gerade fühlt es sich an, als hätte die Gaming-Branche aus Versehen den Bad Ending-Pfad gewählt. Vielleicht können wir als Community ja irgendwie das True Ending freischalten. Also, was denkst du? Welches Studio tut dir am meisten weh?